KANBAN ist ein Konzept für eine wirtschaftliche Fertigungssteuerung, das heute von vielen namhaften Unternehmen in aller Welt eingesetzt wird. Die Grundprinzipien von KANBAN wurden vor langer Zeit vom Toyota-Konzern in Japan entwickelt. Das japanische Wort „KANBAN“ wird übersetzt mit Anzeigekarte oder Pendelkarte.
Kernidee von KANBAN ist die Gestaltung eines Wertschöpfungsprozesses als kontinuierlichen Fluss. Allerdings gibt es in Wertströmen immer Stellen, an denen keine gleichbleibende Fließfertigung möglich ist und folglich Losmengen produziert werden müssen. Gründe dafür können sehr lange oder kurze Zykluszeiten, räumlich weit auseinander liegende Arbeitsplätze oder sehr unzuverlässige Prozesse sein.
KANBAN verringert Umlaufbestände und Fertigwaren. Dadurch reduzieren sich Kapitalbindung und bestandsverursachte Verschwendungstätigkeiten. KANBAN begrenzt Bestände, so dass ein Überschreiten des eingestellten Bestandes nicht möglich ist und erhöht die Flexibilität gegenüber schwankenden Kundenbedarf.
KANBAN vereinfacht die Produktionssteuerung drastisch. Grundsätzlich ist ein
EDV-System nicht nötig. Karten, Planungstafeln und Disziplin reichen aus. |